Ab sofort nur noch Tee…
Mittwoch, 23. Dezember 2009, 09:51 Uhr von Michael Schaback | Kategorie: Kaffee & Co.Da haut es einem doch die Schuhe aus.
Der Kaffee war in den vergangenen Jahren ein sehr günstiges Produkt und Grundnahrungsmittel für mich - und er hätte tatsächlich noch günstiger sein müssen.
Als Kaffee-Junkie unterstützt man die Großen und Besten der Branche und nun das. Es sind 4,8 Milliarden Euro Schaden wegen Kaffee-Preisabsprachen entstanden.
Gemäß fundierter Aussagen großer Agenturen und Online Portalen wie N24.de oder AFP (Agence France-Presse) GmbH wurde Nachfolgendes bekannt.
Durch die vom Bundeskartellamt gerügten jahrelangen Preisabsprachen der drei größten deutschen Kaffeeröster ist den Bundesbürgern nach Berechnungen von Verbraucherschützern ein Schaden von 4,8 Milliarden Euro entstanden.
“Die Kaffee-Multis sollten das zu Unrecht abkassierte Geld an die Verbraucher zurückzahlen”, sagte Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg der “Bild”-Zeitung. Wegen verbotener Preisabsprachen hatte das Bundeskartellamt ein Bußgeld von 159,5 Millionen Euro gegen Tchibo, Melitta und Dallmayr verhängt.
Die drei Unternehmen sollen den Wettbewerbshütern zufolge mindestens seit Anfang 2000 bis zu einer Durchsuchung im Sommer 2008 Preiserhöhungen untereinander abgesprochen haben.
Diese Absprachen hätten sich “unmittelbar zu Lasten der Endverbraucher” ausgewirkt, erklärte das Bundeskartellamt.
Dadurch kletterten die Preise von Filterkaffee, Ganze-Bohne-Produkten, Kaffeepads oder Espresso teilweise drastisch nach oben.
Schwartau rief die Verbraucher auf, Kaffeeröstern zu Weihnachten die rote Karte zu zeigen und fair gehandelten Kaffee mit dem Gütesiegel Transfair zu kaufen.
Damit sei den in Armut lebenden Kaffeebauern in Entwicklungsländern geholfen.
Aber mal ehrlich; wir gelten (hinter der USA und Brasilien) als ein wichtiger Markt für Kaffee. Der Umsatz im letzten Jahr betrug über 4 Millarden Euro und der sogenannte pro-Kopf-Verbrauch betrug über 6 kg Kaffee und war damit beispielsweise höher als der in Italien (dafür habe ich schon gesorgt).
Und was die Preise angeht so betrug der Pfundpreis 2004 noch etwa 2,90 Euro und in diesem Jahr etwa 3,80 Euro.
Ich glaube ich wechsele jetzt doch zum Tee…
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Nein ohne Kaffe das geht nun schon mal gar nicht. Ich mag ja auch gerne Tee aber ich bin ein absoluter Kaffee Fan. Morgens schon mit duftendem Kaffee den Tag beginnen. Es ist herrlich. Die Preise allerdings sind zum ko—–!I Ich brauche für meine Kaffeemaschine immer die Bohnen. Also tief in die Tasche greifen. Dieser ist nun erheblich teurer als gemahlener. Habe mir auch noch eine normale Maschine zugelegt. Nun können wir noch mehr Kaffee trinken. Was ein Glück.
Der Hinweis von Schwartau ist aber gar nicht so falsch. Es ist eigentlich schon besser, fair gehandelten Kaffee zu kaufen, sofern man sich diesen leisten kann. Dass bei Preisen von drei Euro oder weniger nicht viel bei den Arbeitern ankommen kann, ist ja eigentlich klar. Wenn man die großen Kaffee-Konzerne schon abstrafen möchte, kann man dabei ja auch fairen Produzenten etwas Gutes tun, sofern der Geldbeutel das zulässt. Den Verdienst aus den Preisabsprachen sollten die Kaffee-Fabrikanten am besten an eine Organisation für fairen Handel spenden müssen.