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Licht ins dunkel

Dienstag, 9. Dezember 2008, 08:57 Uhr von Michael Schaback | Kategorie: Kaffee & Web

Mit Silverlight will Microsoft Licht ins dunkle World Wide Web bringen und dem Spitzenkandidat Flash Konkurrenz machen. Jetzt gibt es die zweite Version.

Silverlight 2 ist ein Cross-Browser-, Cross-Plattform- und Cross-Device-Plug-in für die Darstellung von .NET-basierten Media- und Rich Interactive Applications der nächsten Generation und soll die Zusammenarbeit von Programmierern und Designern in Zukunft noch weiter erleichtern.

Der etablierte Platzhirsch, das Plug-in Abobe Flash findet in der Internetgemeinde über 95% Verbreitung und wie immer die Frage: Warum was neues, um mulimediale Inhalte in Seiten wie bspw. Videos und Sound anzuzeigen?.

Geht es nach dem Softwareriesen Microsoft sollte jeder Webdesigner und Entwickler auf das neue Silverlight umsteigen. Schmackhaft wird der Umstieg gemacht mit der zur Zeit heiß umstrittenden Suchmaschine tafiti, ebenfalls ein Produkt aus dem Hause Microsoft, welches beim Öffnen der Startseite sofort mit dem Hinweis You’ll need to install Silverlight to experience Tafiti.com nach dem neuen Plug-in schreit.

Nach dem bedenkenlosen Installieren des etwa 4 MB großen Plug-in gelangen Sie auf die eigentliche Seite von tafiti. Hier befindet sich nicht nur die gewohnte eigentliche Maske der Suchanfrage, sondern hier werden auch schön aufbereitet die Ergebnisse angezeigt. Nach einer Suchanfrage werden erstmal wie gewohnt die Treffer tabellarisch auf der Seite angezeigt. Mit einem Klick auf die verschiedenen icons in der Umlaufbahn wie bspw.web, images, news , feeds und halo werden die Treffer in ihrer jeweiligen Kategorie dargestellt. Irgendwie schön gemacht.

Interessant ist der klick auf den Tree View. Hier werden die Ergebnisse in Form eines Baumes aufgezeigt.

Nachteilig ist die Ansicht der Seite, da bei kleiner Auflösung verschiedener Anzeigegeräte die untere Häfte abgeschnitten wird. Browser mit hoher Menuleistenführung sind da noch schlimmer dran. Der conent in der höhe wird schmaler und der More Button wird so nicht mehr angezeigt.

Abhilfe bringt der Layout Manager da mit, der das GUI-Layout unterschiedlichen Auflösungen und Fenstergrößen entsprechend anpasst. Parallel dazu mit Silverlight 2 veröffentlichten, kostenlosen Silverlight Toolkit steht Ihnen eine ganze Reihe zusätzlicher GUI-Elemente zur Verfügung, darunter auch neue Schaltflächen, Textkästchen, Listen, Kalender und auch Data Grids. Damit werden Oberflächen deutlich schneller erstellt.

Mehr zu tafiti im Eigentlichen demnächst.

Zurück zu Silverlight. Intention von Microsoft ist es, dass Webworker nicht nur einzelnde Grafiken integrieren, sondern komplette Webseiten auf der Basis realisieren. Ob Silverlight zur Anwendung kommt, erkennen Sie mit dem gewohnten rechten Mausklick. Statt der gewohnten Anzeige Über Macromedia Flash Player [Version] steht da nun Silverlight-Konfiguration. Klickt man auf den link erscheint ein pop-up mit vier Karteireitern die einiges über Silverlight verraten. In der Rubrik Wiedergabe kann mann bspw. anklicken, ob man die Wiedergabe geschützer Inhalte aktivieren möchte, die durch die DRM geschützt werden.

Ob diese Funktion wirklich mal zum Einsatz kommt ist sehr zweifelhaft, da DRM geschützte Inhalte immer weniger von der Musikindustrie unterstützt werden.

Hilfreicher ist da schon der letzte Karteireiter mit der Rubrik Anwendungsspeicher. Hier können Datenmengen wie bspw. benutzerdefinierte Einstellungen oder Anwendungen mit anspruchsvollem Inhalt und dementsprechend großen Datenmengen Platz finden. Somit beschleunigt sich der Seitenaufbau und die Ladezeit um ein vielfaches - interessant für bspw. online Spiele oder Kartenmaterial, die beim nächsten Seitenaufruf ihren Inhalt nicht verändern.

Ein weiterer Vorteil bringt Silverlight mit sich, da das Design in Microsoft Expression Blend entsteht. Die Software notiert die Oberflächenbeschreibung in XAML, die über DirectX fest mit der Hardware verbunden ist und somit auf die Beschleunigung der Grafikkarten zurückgreifen kann.

Wer in der Praxis nun schneller ist, wird sich zeigen, da noch andere Faktoren eine erhebliche Rolle spielen. Sei es auf der einen Seite die von Adobe Flash benutzten Bibliothek, wo dessen Inhalte hinterlegt werden und dann jedesmal per ActionScript zugegriffen wird - im Gegenzug zum Anwendungsspeicher - oder sei es einfach nur die Downloadrate. Denn das web kann nicht beschleunigt werden.

Why ever?! Warum was neues von Microsoft…?? Microsoft will die Produkte besser verknüpfen. So soll der Webentwickler das Grundlayout einer Webseite mit Visual Studio erstellen und der Webdesigner die graphische Umsetzung der Details in Expression Blend vornehmen. Das Ergebnis dieser Kochkunst soll eine Seite mit multimedialen Inhalten und jeder Menge Interaktion sein.

Na dann; Guten Appetit!

Und als Nachtisch: Die Version 2 des Plugins steht für Internet Explorer, Firefox (Windows und Mac) und Safari (leider nur Mac) zur Verfügung, während die angekündigte Linux-Version noch etwas auf sich warten lässt.

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